Informationen zur genauen Berechnung der eigenen Wohnfläche

Die Wohnfläche führt immer wieder zum Streit zwischen Eigentümern und Architekten sowie Mietern und Vermietern. Aus gutem Grund: Die Größe ist entscheidend über den Wert einer Immobilie. Bei der Finanzierung spielt sie eine zentrale Rolle dabei, in welcher Form der Kreditgeber ein Darlehen bewilligt. Im Prinzip bietet er die Wohnfläche die Grundlage die Einschätzung, ob sich ein Bauvorhaben wirtschaftlich ist oder nicht. Bei Mietwohnungen hat die Wohnfläche einen unmittelbaren Einfluss auf die zuzahlende Miete. Für Hauseigentümer und Mieter ist es deshalb ein finanzielles Ärgernis, wenn sie merken, dass ihre Wohnung kleiner ist, als im Vertrag angegeben. – In Deutschland kommt das übrigens gar nicht so selten vor. Etwa 80 Prozent der Wohnflächenberechnungen sind fehlerhaft, das ermittelte eine Studie der Dekra. Somit könnte fast jede fünfte Abrechnung der Betriebskosten und der Mieten auf einer falschen Grundlage beruhen.

Bevor der Hauseigentümer mit dem Maßband misstrauisch selbst kontrolliert, ob der Architekt nicht doch falsche Angaben im Entwurf gemacht hat oder ob vielleicht dem Bauunternehmen einen gravierenden Fehler unterlaufen ist, sollte er sich genau informieren, was überhaupt die Wohnfläche ist. Denn wenn er sein Haus penibel vermessen hat, wird er zweifellos auf einen anderen Wert kommen – und das kann durchaus mit rechten Dingen vor sich gehen. Was gehört nun also zur Wohnfläche? – Alle Räume, die zu einer Wohnung gehören mit Ausnahme von: Kellern, Dachräumen und Räumen, die den baurechtlichen Anforderungen nicht genügen. Übrigens sind auch gewerblich genutzte Räume von der Wohnfläche ausgenommen. Bei der Kalkulation kommt es dazu nicht nur auf die tatsächliche  Bodenfläche an, sondern auch auf die Höhe der Räume: Zimmer mit einer lichten Höhe von zwei Metern zählen voll, die darunter liegen nur zur Hälfte und sobald sie unter weniger als einem Meter  misst überhaupt nicht mehr. Die Wohnflächen vieler Häuser haben sich übrigens zum 1. Januar 2004 quasi über Nacht geändert. Der Grund dafür war die neue Wohnflächenverordnung. Vor ihr wurden zum Beispiel Balkone und Terrassen mit ihrer halben Fläche zur Wohnfläche aufgeschlagen. Dabei konnte der Architekt die Grundflächen entweder aus den Rohbaumaßen oder Fertigmaßen berechnen. Das hat sich entscheidend geändert: Jetzt dürfen Balkone und Dachterrassen nur noch zu einem Viertel angerechnet werden - es sei denn, sie sind von hoher Qualität, dann können sie bis zur in die Wohnfläche einfließen. Wintergärten und Schwimmbäder können sogar vollständig eingerechnet, sobald sie beheizbar sind, ansonsten zu 50 Prozent.

Wer tatsächlich wissen will, wie viel Wohnfläche er tatsächlich besitzt, kommt kaum an einem Architekten vorbei. Dem Leihen fehlt in aller Regel das Knowhow, denn es ist nicht nur ein praktisches Problem, den richtigen Wert zu ermitteln.  Erschwerend kommt nämlich noch hinzu, dass in Deutschland zwei Berechnungsordnungen gelten: Einmal die besagte Wohnflächenverordnung und die sogenannte DIN 277. Für alle öffentlich geförderten Wohnungen und Eigenheime ist die Wohnflächenverordnung zuständig. Bei freifinanzierten Häusern kann allerdings auch der DIN 277 verwendet werden, obwohl die Verordnung für Verkehrs- und Nutzflächen vorgesehen ist. Auch die nicht mehr gültige DIN 277 kann nach gebraucht werden, wenn die ortüblich ist oder die Parteien es so wollen. Also: Ein Fachmann sollte lieber ran.
 
Exclusive Partner Beamtendarlehen, Kredit für beamte, günstige Sportartikel, Super 8 auf DVD, Lastminute Reisen, Baufinanzierung, Personalberatung, Kleinanzeigen, Suchmaschinen Marketing, Ger-Link - Ihr Suchportal, Branchenbuch, wallpaper, Recht.Rechtsanwalt, Versicherungsvergleich, Kläranlage, Solaranlagen, Übersetzung mit Polyglot Übersetzer, Shopping
TIPP Vergleich Online | Versicherung Kompass | Finanzberater | Finanztip | Versicherung Ratgeber | Online Kredit Informationen | Versicherungs Verzeichnis