Flugschule, Pilotenschein, Ausbildung

„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, sang Reinhard Mey in seinem wohl bekanntesten Lied. Ihm als Beobachter und Fluggast bleibt nichts anderes übrig, als aus dem Bullauge auf die Wolken zu schielen oder eben den startenden Flugzeugen sehnsüchtig hinterher zu sehen. Dabei können Freiheitshungrige durchaus in den Genuss einer Panoramasicht kommen (Cockpit) und dazu im Himmel „frei“ bewegen – sie müssten nur durch den Besuch einer Flugschule in Besitz einer Pilotenlizenz kommen. Doch wie funktionier es?

Wer kann einen Pilotenschein machen?
Im Prinzip kann fast jeder das Fliegen lernen, soweit er keine starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen hat. Den Gesundheitszustand prüft vor der Ausbildung ein Fliegerarzt. Es gibt jedoch ein Mindestalter, das von der jeweiligen Flugzeugart und vom Modell abhängt. Für einen Segelflugschein muss der Schüler 16 Jahre alt sein, für einen Motorflugschein mindestens 17. Eine Altersgrenze obenhin gibt es nicht – durchaus haben auch 70-Jährige gute Chancen den Schein zu machen. Sie sollten jedoch Englisch-Grundkenntnisse haben. Im Luftraum sind sie nämlich unerlässlich. Jedoch können sich Piloten im „deutschsprachigen“ Luftraum problemlos auch auf Deutsch verständlich machen.

Welche Möglichkeiten der Pilotenausbildung gibt es?
In Deutschland gibt es verschiedene Wege, Pilot zu werden: berufliche und private. Er setzt stets den Besuch einer Flugschule voraus. Viele Institutionen wie Bundeswehr, Polizei und Rettungsdienste bilden an eigenen Einrichtungen für den eigenen Bedarf aus. Daneben gibt es die berufliche Pilotenausbildung im zivilen Verkehr. Aber auch private Personen können an einer gewerblichen Flugschule den Pilotenschein machen, allerdings nur zu privaten Zwecken, etwa zu Flügen mit Freunden oder mit der Familie. Mit der Privatpilotenlizenz für Flugzeuge (PPL-A) dürfen sogar Passagiere mitgenommen und alle Flughäfen im In- und Ausland angeflogen werden. Allerdings ist der gewerbliche Gebrauch in der Regel untersagt und die Flugerlaubnis bleibt auf Flugzeuge mit zwei oder vier Sitzen beschränkt. Neben der PPL-A, gibt es noch die PPL-H für Helikopter, die GPL (glider pilot licence) für Segelflugzeuge und Motorsegler sowie die Sportpilotenlizenz (SPL) für Luftsportgeräte wie zum Beispiel Motorschirme. Dazu sind Weiterbildungen möglich, zum Beispiel für Kunstflug und Flugshows.

Ausbildung im Ausland oder im Inland?
Einige Piloten bevorzugen eine Ausbildung im Ausland, um Kosten zu sparen, etwa in den USA. Hier ist die Lizenz in sechs Wochen zu schaffen, da sich der Schüler sich durch einen großen Anteil an praktischen Flugstunden völlig aufs Fliegen konzentrieren kann. Der Unterricht an deutschen Flugschulen ist in der Regel theoretischer und dauert bis zu einem halben Jahr. Er hat jedoch einen entscheidenden Vorteil: Der Flugschüler muss nicht gleich seinen ganzen Urlaub opfern, sondern kann die Ausbildung nebenbei absolvieren. Die Berufspilotenausbildung in Europa kann bis zu zwei Jahre dauern, der Auszubildende sammelt in dieser Zeit etwa 200 Stunden Flugerfahrung. Die Berufsausbildung in den USA zu machen hat viele Vorteile: Die Ausbildungsosten sind nur halb so hoch, die Ausbildung dauert etwa neun Monate und der Pilot kann etwa 1000 Flugstunden sammeln. Für Interessenten ist das J-1 Visum empfehlenswert, es berechtigt 24 Monate Aufenthalt und auch zur Arbeit.

Was beinhaltet eine Ausbildung an einer gewerblichen Flugschule?
Zunächst müssen die Schüler 45 Pflichtstunden in der Theorie absolvieren. Die beinhalten Themengebiete wie Luftfahrtrecht, Luftfahrzeugkenntnisse, Flugleistung und Planung, Navigation, Aerodynamik und Wetterkarten lesen. Einige Flugschulen empfehlen zusätzlich eine Gefahreneinweisung in einem für Kunstflug zugelassenem Schulungs-Flugzeug. In der praktischen Ausbildung lernen die angehenden Hobby-Piloten die Grundfunktionen des Cockpits kennen. Zunächst fliegen sie gerade aus und horizontal, dann üben sie das Steigen, Sinken und Kurven – auch selbstverständlich auch das Starten und Landen. Die ersten Flugstunden finden nur unter günstigen Wetterbedingungen statt, später startet er auch bei Windböen. Auf dem Lehrplan stehen außerdem: Betanken, Flugplatzregeln, das Platzrundenverfahren, Funkverkehr und Gefahreneinweisung. Die Prüfung der Theorie-Kenntnisse verläuft je nach Flugschule mündlich oder schriftlich. Hinzu kommt eine praktische Prüfung, in der der Schüler dem Prüfer zeigen muss, dass er sein Fluggefährt beherrscht.

Wie teuer ist eine Privatpilotenlizenz?
Die Kosten sind von verschiedenen Faktoren abhängig, zum Beispiel durchaus auch vom Gewicht des Flugschülers. Bei kräftigerem Körperbau über 75 Kilogramm kann es durchaus erforderlich sein, dass ein leistungsstärkeres Flugzeug erforderlich ist. Der Flugschüler sollte 8 000 Euro veranschlagen, hinzu kommen amtliche Gebühren und die Untersuchung beim Fliegerarzt. Die Gesamtkosten setzen sich zum Beispiel zusammen aus dem Theoriekurs, Lehrmittel, Flug-, Lande- und Lehrergebühren.

Wo kann ich fliegen?
Hat der Ausgebildete Pilot den Schein in der Tasche, kann er ein Flugzeug oder Helikopter chartern oder in einem Aeroclub eintreten. Wenn der Privatpilot lieber mit einer eigenen Maschine fliegen möchte, sich aber ein eigenes Flugzeug nicht leisten kann, sind Haltergemeinschaften eine günstigere Alternative. Vielleicht können die Flieger sogar gemeinsam die Anschaffung ihres Lieblingsmodells kommen, wie einer Pilatus oder einer Yak kommen.

 
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